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Kastrationsprojekte Aktuell

Inhalt


Kastrationskampagne bei Claudia Simon auf der Isla Margarita
Juni 2026 (Teil 1)


Völlig überraschend teilte uns Claudia Simon mit,…


…dass sie von ihrer Tierärztin ein Angebot erhalten hatte, Hündinnen für 40 € pro Tier zu kastrieren.


Das musste ausgenutzt werden!


Durch die Unterstützung der Stiftung Tierbotschafter CH…


…konnten wir die Mittel für 40 Hündinnen bereitstellen.


Schon am Pfingstmontag ging es los!


Hier ist die erste, bereits fertig, komplett mit Tattoo und Ear Tip.


Die ersten sechs Hündinnen…


…kamen alle vom Strand von Pampatar.


Während die allererste noch sehr jung und vor dem ersten Wurf war,…


…hatte die nächste ein ausgeprägtes Gesäuge.


Sie dürfte vor nicht allzu langer Zeit geworfen haben.


Die dritte von Pampatar,…


…eine hübsche, weiße Hündin…


…ist dem Zustand der Zitzen nach…


…etwa 2 Jahre alt.


Wie immer, gelingt der Tierärztin Paola Serje der perfekte kleine Schnitt.


Der Ear Tip ist diesmal vielleicht ein bisschen großzügig ausgefallen.


Der vierte Patient…


Sie dürfte etwas jünger sein als die weiße Hündin,…


…und obwohl beide schon geworfen hatten,...


…lag die letzte Mutterschaft wohl schon eine Zeit zurück.


Und auch die nächste Läufigkeit schien nicht unmittelbar bevorzustehen.


Ganz anders bei dieser Hündin!


Sie hat ein sehr geschwollenes Gesäuge…


…und muss vor nicht allzu langer Zeit Mutter geworden sein.


Allerdings zum letzten Mal!


Die OP verlief problemlos und auch hier gelingt der perfekte Schnitt.


Der Ear Tip ist gemacht…


…und nun ist sie auch tätowiert, für jeden als kastrierte Hündin erkennbar.



Träumt sie in der Aufwachbox von ihren Kindern? Warten sie vielleicht am Strand auf ihre Mutter? Claudia wird ein Auge auf den möglichen Nachwuchs haben müssen.


Eine sehr ängstlich dreinschauende Kandidatin!


Sie ist der letzte Patient des Tages.


Sie dürfte zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr sein.


Sie ist weder trächtig noch läufig…


…und hat auch nicht kürzlich geboren.


Der erste Tag der Kastrationskampagne ist vorbei!


Alle Hündinnen gingen zurück an den Strand von Pampatar.


Nur wenige Tage, bevor die Kastrationen begannen, fand Claudia diesen Kater.


Hunde sind über ihn hergefallen…


…und haben ihn übel verletzt.


Vorsichtig werden die Wunden gereinigt…


…und desinfiziert.



Dann wird er verbunden und bekommt ein maßgeschneidertes Kleidchen angezogen.


Danach wird er in eine Box gelegt und bekommt eine Infusion. Er muss in der Tierarztpraxis bleiben.


Zwei Tage später frisst der kleine Kerl schon wieder! Er wird sich vollständig erholen.


Eine Hündin sucht im Schutz der Dunkelheit etwas Fressbares. Sie ahnt nicht,…


…dass sie am nächsten Tag in einer Box liegen…


…und auf ihre Kastration warten wird.


Die Rasur erfolgt manuell, ohne Schermaschine…


…und gelingt perfekt.


Es handelt sich um eine ganz junge Hündin,…


…die noch nie Mutter war.


Und sie wird es auch nie sein!


5 Hündinnen werden an diesem Tag, dem 02. Juni, kastriert.


Sie stammen alle von dem großen Markt in Porlamar,…


…wo sie zwischen all den Verkaufsständen und Buden immer genug Fressbares in den Abfällen finden.


Die zweite Hündin, auch noch jung,…


…dürfte schon ein bis zweimal Welpen gehabt haben.


Tätowiert und mit Ear Tip…


…geht sie in die Aufwachbox.


Mit großen Ohren und großen Augen sitzt diese Kleine etwas ängstlich in der hintersten Ecke der Box.


Bald darauf liegt sie schon in Narkose, wird vorbereitet…


…und danach auf dem OP-Tisch ausgebunden.


Sie ist fast noch ein Hundekind…


und war noch nie läufig.


Sie wird sich nie um Nachwuchs sorgen müssen.


Die nächste Hündin trägt ein Halsband.


Das heißt nicht, dass sie einen Besitzer hat.



In der Karibik kommt es häufig vor, dass tierfreundliche Einheimische einem Straßenhund ein Halsband anziehen, wenn sie über eines verfügen.



Es ist ein Versuch, den Hund sozusagen „aufzuwerten“ und unter Umständen auch vor Übergriffen zu schützen, denn er könnte ja auch einen Besitzer haben…



Ungefähr genauso versuchen wir, die Hunde durch Markierungen zu schützen, die zeigen, dass sie kastriert sind, weil wir hoffen, dass Hunde, die sich nicht mehr vermehren, eher geduldet werden.


Die letzte Hündin an diesem Tag auf dem Weg…


…zur OP-Vorbereitung.


Kurz darauf liegt sie auf dem Tisch und es kann losgehen.


Auch sie ist etwa 2 Jahre alt,…


…nicht läufig, nicht trächtig und auch nicht unlängst Mutter gewesen, also der optimale Zeitpunkt für eine Kastration.



Wie am Vortag wurden auch diesmal alle Hündinnen in ihr Revier zurückgebracht, in diesem Fall der Markt von Porlamar.


Diese junge Dame…


…und vier weitere Hündinnen kamen am Mittwoch vom Strand von Porlamar.


Ein Blick auf ihren Bauch zeigt,…


…dass sie unter extremem Flohbefall leidet.


Sie muss erst mal gegen Parasiten behandelt werden…


…bevor die OP beginnen kann.


Ohne Eierstöcke und ohne Flöhe,…


…aber mit schickem Ear Tip und Tattoo!


Die zweite Hündin wird vorbereitet.


Liegestellen an den Ellbogen, Zitzen…


…und Eierstöcke lassen vermuten, dass sie schon über zwei Jahre alt ist.


Für einen Straßenhund gilt alles über zwei Jahre bereits als nicht mehr jung.



Und noch etwas findet die Tierärztin im Bauch dieser Hündin: Tumore an den grün eingekreisten Stellen. Natürlich findet hier keine Histologie statt und man kann nur hoffen, dass sie gutartig sind.


Auf jeden Fall ist es ein großes Glück, dass die Hündin jetzt kastriert wurde.


Nummer drei…


…wird wohl wieder zwischen ein und zwei Jahren alt sein.


Und sie könnte sich auf eine Läufigkeit zubewegt haben,…


…denn ihre Scheide ist etwas geschwollen.


Daraus wird nun nichts!


Die vierte Patientin…


…ist noch sehr jung.


Sie war bestimmt erst einmal Mutter.


Auch sie wies zahlreiche Flohbisse auf…


…und wurde gegen das Strandungeziefer behandelt,…


…bevor es in die Aufwachbox ging


Die letzte Hündin könnte eine Halbschwester von Nr. 4 sein…


…von derselben Mutter, aber vermutlich mit unterschiedlichen Vätern.


Und sie ist etwas jünger, vielleicht vom darauffolgenden Wurf,…


…denn sie war noch nie Mutter. Auch sie hatte viele Flohbisse und wurde behandelt.


Alle 5 Hündinnen gingen zurück an den Strand von Porlamar.


Am Donnerstag wurden vier Hündinnen aus dem Dorf, in dem Claudia lebt, kastriert.


Diese kleine Hündin hat ein rundes Bäuchlein,…


…obwohl sie noch nie Mama war,…


…denn sie ist kein Straßenhund.


Ihre Besitzerin heißt Denymar.


Und Denymars Hündin trägt ein Kleidchen nach der OP, damit sie sich die Wunde nicht aufleckt.


Genäht wurde das Kleid von Claudias Nachbarin aus Dankbarkeit für die Hilfe, die sie von Claudia letztes Jahr für ihren schwerverletzten Hund bekam, der von einem Drogenabhängigen mit einer Machete übel zugerichtet wurde, aber Gott sei Dank völlig genas.


Die nächsten beiden Hündinnen leben an einem Supermarkt in Claudias Dorf.


Auch dort gibt es Abfälle,…


…wenn auch nicht so reichlich wie auf dem Markt von Porlamar.


Auch diese Hündin konnte noch vor der ersten Trächtigkeit kastriert werden.


Das Tattoo ist fertig…


Es folgt der Ear Tip!


Das OP-Feld der vorletzten Hündin wird vermessen.


Sie ist ein wenig älter als ihre Kollegin…


…und hat vermutlich schon zweimal Kinder in die Welt gesetzt.


Doch damit ist jetzt Schluß!


Tätowiert ist sie schon, der Ear Tip muss noch gemacht werden.


Die letzte Hündin an diesem Donnerstag…


…wird von ihrem Besitzer gebracht.


Er heißt Juan Carlos und ihm gehört ein Kiosk.


Seine Hündin hat ihm schon ein paarmal Welpen gebracht…


…und er dürfte glücklich sein, dass er diese Sorge jetzt los ist.


Tätowiert wurde sie, doch Juan Carlos wollte nicht, dass seine Hündin durch einen Ear Tip „verunstaltet“ wird und natürlich wurde dem Wunsch des Besitzers entsprochen.


Am Freitag konnte nicht kastriert werden, weil es auf der ganzen Insel kein Narkosemittel mehr gab! Der US-amerikanische Überfall auf Venezuela und die Entführung des Diktators Maduro und seiner Frau haben die Situation der Menschen in Venezuela nicht verbessert. Claudia schreibt: „Man erhält nur begrenzt Benzin, ebenfalls Gas zum Kochen. Am Ende des Monats sind wir oft ohne Gas. Wasser wurde seit Monaten nicht mehr angestellt und wir müssen es von Wasserautos kaufen, die Wasser in unsere Tanks pumpen. Täglich haben wir wieder Stromausfälle.“ Wir können nur hoffen, dass der Engpass bei der Narkose vorbei ist, bevor es zu einer Not-OP kommt!


Am 03. Juni hat Claudia dieses Hundekind aufgenommen. Es ist 4 Wochen alt, die Augen sind noch blau und es bedarf dringend seiner Mutter. Doch die ist tot, überfahren!


Für Claudia heißt das, zusätzlich zu allem anderen Füttern im 2 Stundentakt, auch nachts, bis das Hundekind feste Nahrung zu sich nehmen kann.


20 Hündinnen sind jetzt kastriert, 20 weitere sind finanziert. Dr. Paola Serje hält ihr Angebot von 40 € pro Kastration aufrecht, wenn es wieder Narkosemittel gibt. Am Montag schicken wir Claudia nochmal 400 € für weitere 10 Hündinnen.


Wer hilft uns, nochmal 400 € zu sammeln, damit nicht nur 40, sondern ganze 60 Hündinnen kastriert werden können?


Wenn wir einen Durchschnitt von 5 Welpen pro Wurf annehmen, dann sind das bei 2 Würfen im Jahr pro Hündin ganze 600 Welpen, die verhütet werden könnten; Welpen so wie der arme, kleine, vier Wochen alte Tropf, die aber nicht alle das Glück haben werden, von Claudia gefunden zu werden, sondern ohne Impfung und Entwurmung oft schon mit wenigen Wochen an Parvovirus, Leptospirose, Staupe oder Parasiten und Unterernährung eingehen, bis auf die, die das Alter der Fortpflanzungsfähigkeit erreichen, um den Reigen unkontrollierter Vermehrung und deren Folgen fortzusetzen…


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